Mittwoch, 13. September 2017

Geburtstagbericht

September...
morgen vor einem Jahr...
ich weiß gar nicht, wie man sowas anfängt und ob man sowas überhaupt macht. Ein Geburtsbericht schreiben. Aber so eine Geburt ist ja immer wieder was sehr aufregendes und ein einschneidendes Erlebnis. So war es damals beim großen MiniHeld, als morgens um acht die Fruchtblase geplatzt war und ab 11h eine Wehenflut einsetzte. Das erste Kind, die erste Geburt und ganz viel Aufregung. Im Krankenhaus, mit einer Hebamme, welche immer wieder nach mir und dem Baby schaute. Mir Tipps gab und wirklich eine Hilfe war (ich weiß, das Glück haben nicht viele. Umso dankbarer bin ich, dass meine Beleghebammen so toll waren). Und natürlich die Hilfe von meinem Mann. Einfach nur dass er dabei sein wollte, um mich zu unterstützen, war aufbauend.
Beim mini MiniHeld verlief es etwas anders. Nicht nur, dass ich Wehen wie aus dem Lehrbuch kennenlernte (mit Pause in denen man die Minuten zählt, damit man weiß, wann man ab ins Krankenhaus sollte) und was vor allem anders war, war dass es ohne Hebamme bzw. Krankenhaus verlief. Aber wenn ich schon dabei bin, dann nun von Anfang an. Ab hier sollten wirklich nur noch welche mitlesen, die Wörter wie "Presswehen" und "Walgesang" vertragen...
Am 13. Septemper 2016 war es heiß gewesen, viel zu heiß für eine bald werfende Frau! Also sind der MiniHeld und ich zu meinen Eltern. Die haben nicht nur einen Garten, sondern auch eine Klimaanlage! Der MiniHeld hat sich die Zeit mit meiner Mama draußen im Garten beim Sandburgen bauen vertrieben und ich lag drin auf der Couch und konnte alles nur mit der künstlich kühlen Luft aus der Klima aushalten. Den ganzen Tag über hatte ich schon Rückenschmerzen und ab Mittags fing es dann im Stundentackt an, bis in die Beine und sogar in die Füße zu ziehen. Ich dachte mir meinen Teil schon und hoffte auf Übungswehen, da meine Mama von der Geburt nichts mitbekommen sollte. Der Tag verging sowas von langsam. Glaube, keiner meiner Tage hatte bisher so viele Stunden gehabt. Abends Zuhause hörte es dann auf, bin mit dem HeldenPapa um ca. 21h eingeschlafen, aber um 23h auch schon vor Schmerzen aufgewacht. Und ab hier fing es nun wirklich an...
Den HeldenPapa habe ich erst noch schlafen lassen und mich ins Wohnzimmer zurückgezogen. Fernseher an, der Trödeltrupp, na super aber Ablenkung. Die ersten ein oder zwei Stunden waren ok. Jede halbe Stunde merkte ich es vom Rücken nach vorne ziehen, konnte aber liegen bleiben und versuchte mich zu entspannen. Der 14. September brach an.  Nach ein Uhr wurde es dann intensiver und ich musste schon aufstehen. Im zwanzig Minuten Takt ging es dann so. Später blieb der Abstand zwar gleich, aber der Schmerz wurde immer schlimmer. Um sechs Uhr machte ich dann den HeldenPapa wach. Ich wollte einfach nicht mehr alleine sein und so bald eine Wehe kam, ich mich auf eine Stuhllehne abstütze, hielt er mein Becken und ich konnte den Schmerz so wirklich gut veratmen. Hört sich komisch an "veratmen",  aber ich redete mir wirklich ein, seine warmen Hände verscheuchten den starken Schmerz aus meinem Becken und ich müsste ihn nur noch rauspusten. Außerdem war ich froh, jemanden da zu haben, der die Zeit im Auge behielt und mir sagte, wann wir uns fertig machen sollten fürs Krankenhaus.
Meine Schwester sollte unser Taxi spielen, hatte ihr natürlich schon mitten in der Nacht geschrieben und sie verrückt gemacht, "es geht los, wir brauchen dich heute irgendwann!". Ich meine um halb acht haben wir den MiniHelden wach gemacht, der bis dahin tief und fest geschlafen und von nichts mitbekommen hatte und sind um acht dann ins Krankenhaus. Zuhause starke Wehen, fast im fünf Minuten Abstand, im Krankenhaus - nichts. Kennt ihr das? Oder habt ihr es vielleicht sogar selbst erlebt? Die (total nette Hebamme und die Ärztin) erklärten mir, es wäre gar nicht so ungewöhnlich. Das Gehirn sagt dem Körper, dass es nun ins Krankenhaus geht, also die Geburt bevorsteht, worauf hin der Körper sich denkt, er müsste dann nochmal Kraft tanken, also nochmal eine Pause einlegt. So war es bei mir. Der Wehenschreiber zeigte eine winzig kleine Wehe an, ich selbst spürte von dieser noch nicht mal was und der Muttermund war keine drei Zentimeter offen.
Die Ärztin sagte, sie würden mir ein Zimmer fertig machen und ich sollte mich entspannen oder im Park nebenan nochmal spazieren gehen. Sie merkte wohl mein Zögern und erklärte mir dann, dass ich aber auch nochmal ruhig nach Hause könnte. Das war mir natürlich lieber. Das Krankenhaus war nicht weit entfernt, der Muttermund minimal geöffnet und ich fühlte mich gut. ICH wollte nach Hause, mit meinen Helden. Habe schon öfters gehört, "sie hätte dich nicht  mehr nach Hause schicken dürfen", oder "warum hat sie dich nicht in den Kreissaal gebracht!?". Hiermit für alle; Es war meine Entscheidung. Es ging mir gut, wenn nicht sogar blendend. Mein Körper machte keine Anzeichen dafür, dass es auch nur in ein paar Stunden schon richtig ernst werden könnte und ich wollte in meine vertraute Umgebung!
Mein Männe war während der Untersuchung schon nach unten in die Cafeteria zu meiner Schwester und dem Mini gegangen, um zu erklären was nun los war. Als ich fertig war, ging ich nach, blieb mit ihnen ein paar Minuten auf der Terrasse und dann fuhren wir wieder Heim. Kaum dort angekommen, fingen gleich wieder starke Wehen an. Erst eine, 20 Minuten die nächste und dann im 10 Minuten Takt. In einer Wehenpause machte ich noch mit dem MiniHeld ein Selfi, mit einem Wassereis in der Hand. Das schickten wir meiner Mama, mit dem Text "sind heute lange im Bett geblieben, jetzt erst mal eine Abkühlung". Wenn sie gewusst hätte, was im Hintergrund eigentlich los war. Dazu muss ich sagen, diese Zeit haben wir im Bett verbracht, Star Wars the Clone Wars geschaut und der MiniHeld war die ganze Zeit dabei und sowas von lieb gewesen. Wenn eine Wehe kam, ich mich drehen und auf alle viere abstützen musste, setzte er sich neben mir auf, schaute mir zu und lächelte mich an, wenn ich zu ihm sah. Oder streichelte meinen Arm und sagte so Sachen wie, "du machst das toll", "bald hast du es geschafft". Er mit seinen drei Jahren und ich mit meinen runden Walbauch und meinem Walgesang, der ab und an wirklich laut wurde. Nach 12h, es musste schon kurz vor 13h gewesen sein, stand ich vorm Bett, kreiste meine Hüften und holte Luft in einer Wehenpause, während der PapaHeld auf dem Balkon eine rauchte (jaja, die Nerven) und der Mini neben mir sein Wassereis lutschte, platze die Fruchtblase. "Du hast Pipi gemacht!", der Mini war ganz entsetzt, sowas macht man ja auch eigentlich nicht mitten ins Schlafzimmer. Ich erklärte ihm, was es war, er rannte zu seinem Papa, um zu berichten was passiert war und ich schrieb meiner Schwester. Diese war nach dem ersten Krankenhausbesuch wieder zu sich nach Hause gefahren, stand aber nun wenige Minuten später wieder unten bei uns vor der Tür.
Genau wie beim großen Bruder damals, setzte nach dem Päng der Blase nun eine Wehenflut ein. Ich hatte es gerade noch geschafft, mir einen neuen Rock und ein trockenes Höschen anzuziehen, da ging es richtig los. Der Weg die Treppen runter und dann zum Auto war eine Herausforderung der besonderen Art.
Unten nahm meine Schwester uns entgegen, witzelte noch über mein "veratmen" und sagte sowas wie, das höre sich nun aber ernster an. Dieses mal entschied ich mich, hinten zu sitzen. Auf der ersten Fahrt hatte ich vorne keine wirkliche Beinfreiheit gehabt, weswegen ich mich hinterm Fahrer nun wohler fühlte. Neben mir im Kindersitz saß der MiniHeld. Still aber ganz aufgeregt. Nach ein paar Meter fahrt, merkte ich, dass die Wehen nun andere waren und erinnerte mich an die erste Geburt. Presswehen! Ich war mir zwar sicher, aber in dieser Situation war klar denken nicht so mein Ding. Weswegen ich den beiden vorne noch nichts von meinen Befürchtungen sagte und einfach weiter pustete. Ab und an glaube ich, habe ich auch geschrien. Ja, das habe ich wohl wirklich. Und neben mir saß der MiniHeld. War ich zu laut, hielt er sich so lange die Ohren zu oder streichelte mir wieder über den Arm. Er war so einfühlsam. "Bald hast du es geschafft," sagte er ganz oft, oder auch, "bald ist unser Baby da". Währenddessen habe ich es gar nicht wirklich begriffen, aber heute weiß ich, wie stolz ich auf ihn sein kann. Auf der Hälfte der Strecke war mir dann klar, dass wir es nicht mehr schaffen konnten. Ich pustete während den Wehen weiter und hoffte auf leere Straßen. Würde ich meine Gefühle versuchen zu beschreiben, die ich währenddessen hatte, würde es nicht klappen. Ich kann mich nicht mehr wirklich dran erinnern. Zwar erinnere ich mich, wie wir an den Bäumen auf der Straße zur Brücke vorbeifuhren, oder wie wir an einer Ampel anhalten mussten und ich neben mir ins Auto schaute, um dann wieder eine Wehe aus mir rauszuschreien. Aber meine Gefühle? Glaube, mein Körper hat einfach irgendein Hebel umgelegt um mir das zu ersparen, von wegen sentimental hier, Vorfreude da oder gar irgendwelche Angst. Und genau das machte es zu einer eigentlich entspannten Geburt! Einfach nur auf sich und seinen Körper hören, war das einfachste überhaupt, so einfach eine Geburt halt sein kann.
Kurz bevor wir ankamen merkte ich, dass es nichts mehr bringt einfach eine Wehe wegpusten zu wollen. Also fing ich an zu pressen. Die Autotür neben mir ging auf, meine Schwester und der HeldenPapa standen da. Ich sagte, ich bräuchte eine Liege. Mein damals noch "nur" Freund, hihi, rannte ins Krankenhaus und kam mit einem Rollstuhl wieder. Einem Rollstuhl!! Ich bin kein Mensch der gerne beleidigt, aber ich habe Wörter gesagt, die mein Sohn neben mir hoffentlich alle wieder vergessen hat. Ja, er saß da immer noch neben mir. Ich wollte eine Liege! Also rannte er wieder rein. Ich weiß noch genau, dass in dem Moment das Köpfchen schon kam und meine Schwester ihm genau das hinterher rief. Sie blieb übrigens die ganze Zeit über neben mir und wurde so zu meiner Hebamme. Die Leute die vorm Krankenhaus im Raucherbereich standen, genau wie die Taxifahrer, die nicht so unweit von meiner Autotür entfernt waren, hatten schneller begriffen wie ernst die Lage war, als die Frau an der Rezeption. Denn als der HeldenPapa wieder rein rannte, um nochmal unsere Lage zu erklären und wissen wollte wo die Hebamme bleiben würde, verstand sie es erst und rief nochmal oben im Kreissaal an. Sie berichtigte von "es kommt eine Frau mit Wehen" zu "das Baby kommt!". All das bekam ich natürlich gar nicht mit, ab da ging es auch ganz schnell. Glaube ab "oh, das Köpfchen kommt", bis "es ist ein Junge!" verging nur eine kurze Pause. In dieser fragte mich der HeldenPapa noch "soll ich dran ziehen!?", ihr könnt euch vorstellen, wie ich ihn angeschrien habe. Heute muss er über sich selber lachen, ich hätte ihm damals gerne was anderes erzählt. Glaube er wollte in dem Moment schon wieder reinrennen, denn er war von der Autotür weg und meine Schwester stand dann dort, als die letzte Wehe kam. Der kleine MiniHeld plumpste in die Hände von mir und meiner Schwester. Ich weiß noch, wie behutsam sie ihn auf mir legte und sie danach genau so hechelte, wie ich kurze Zeit vorher. Alles verlief so reibungslos.
Meine Schwester legte die Mulltücher, die ich in die Krankenhaustasche gepackt hatte, über ihn und dann standen da auch schon drei oder vier Mädels. Wer Ärztin und wer Hebamme war, erkannte ich nicht. "Oh, unsere Arbeit ist ja schon gemacht", sagte eine. Ich war so voller Glück, ihr könnt es euch gar nicht vorstellen. Anders weiß ich es auch gar nicht zu schreiben, als, ich war voll von Glück, Liebe, Zufriedenheit und alles andere tolle an Gefühl. 



Donnerstag, 7. September 2017

Der Herbst 2015


Es ist schon wieder so weit - der Herbst klopf an der Tür.
Schaue mir "alte" Bilder an, diese hier sind von 2015 und der große MiniHeld kommt mir da so Babyhaft vor. Ach Zeit, was drückst du uns im Rücken und treibst uns voran. So schnell gehen die schönen Augenblicke vorbei und treiben nur so an uns vorbei. Winken, wenn man Glück hat, noch einmal zum Abschied, aber eher rennen sie. Rennen und verblasen.
Dennoch Zeit, bringst du uns neues, spannendes und so viele neue leere Momente. Und es liegt an uns sie zu füllen, damit auch sie Füße bekommen und alleine stehen können. Sei es um vor uns davon zu rennen und vergessen zu werden, oder um zu bleiben und sich einen Platz in unserem Herzen zu suchen.

Wir sammeln nun neue Erinnerungen zu fünft. Ich hoffe, es sind welche dabei, die einen Weg zu unserem Inneren finden und verweilen...

 






 
 



Donnerstag, 16. März 2017

Was ist passiert?...

War ich erschrocken, als ich das Datum meines letzten Eintrags gesehen habe. So viel Zeit verschwindet einfach im Nichts. Aber hier sind wir wieder. Etwas verändert in unsere Konstellation, aber ansonsten die gleichen von damals.
Was nun alles in der Zeit passiert ist?

⇢ HeldenPapa hatte endlich gefragt und HeldenMama hat ja gesagt. Wir sind nun seit dem 3. Dezember 2016 Männlein und Weiblein. Jaaa! Vielleicht gibt es da nochmal einen speziellen Eintrag zu, mit Bilder und so weiter...
⇢ Wir sind nun ein Herzlein mehr! Nun unterscheiden wir zwischen großem MiniHeld und kleinem MiniHeld. Seit dem 9. September 2016 um genau zu sein. Und da gibt es auf jeden Fall einen Eintrag zu. 
⇢ Außerdem waren wir vorher noch hier und dort gewesen. Ich weiß nicht genau, ob ich das nachholen und dazu noch was tippen soll. Aber wahrscheinlich tue ich es, schon alleine, weil mir die Bilder so gefallen und ich sie euch zeigen möchte.
⇢ Und wir haben so viel experimentiert und gebastelt. Würden euch gerne unsere Werke und Ergebnisse zeigen, plus Anleitungen wie es geht. Alles kleine Spielerein, die man fein Daheim nachmachen kann, wenn der kommende Sommer verregnet werden sollte, klopfe mal eben auf Holz...

Bis später nun erst einmal,
werde mich nun an den Geburtsbericht vom kleinen MiniHeld setzen.


Mittwoch, 21. Oktober 2015

Holland November 2014

Es ist nun schon wieder über ein Jahr her, dass wir mit meinen Schwiegereltern und Schwägerin, in Holland ein verlängertes Wochenende verbracht hatten. Meine Schwägerin hatte es sich so zu ihrem Geburtstag gewünscht, also packten wir unsere Sachen und los!
Wir hatten unheimlich Glück mit dem Wetter. Damit hatte aber keiner von uns gerechnet, weswegen erst einmal in die Stadt gegangen und neue T-Shirts gekauft werden mussten. Die dicken Pullis und windfesten Jacken ließen wir auf den Hotelzimmern.
Um etwas vom ersten "Urlaub" für MiniHeld als Andenken mitzunhmen, haben wir natürlich Muscheln gesammelt. Wir haben aber auch Sand eingetütet und sicher nach Hause gebracht. Hier wurde diese dann in den eigenen Sandkasten geschüttet, damit auch dort Urlaubsfeeling aufkommt ;)


Andeckentipp für Kids
Wie schon oben beschrieben; Sand mitnehmen und in den Sandkasten kippen.
Dazu haben wir das Jahr und den Urlaubsort auf eine Seite vom Gartenhäuschen gekritzelt.
MiniHeld war total begeistert, dass er nun ein Stückchen Holland im eigenen Sandkasten hat,
dazu kommt die Auflistung aller Urlaubsorte am kleinen Holz Häuschen im Garten
.

Dieses Jahr waren wir wieder dort und haben wieder den Geburtstag von der Schwester meines Freundes gefeiert. Die Fotos werden auch noch flogen, auch wenn es dieses Mal nicht so viele geworden sind (Wollte nicht mehr so schwer schleppen ;)).


Opa/ Schwiegerpapa und MiniHeld wollen in die Wellen abtauchen - waren aber schnell wieder am Strand ;)

Während Opa und ich den Drachen haben fliegen lassen, haben die Helden genickert.



Die Privatsphäre im Badezimmer finde ich persönlich ja sehr wichtig. Für die, die sich das hier gedacht haben, aber wohl eher nicht - durchsichtige Glastür, ohne richtigen Türknauf und natürlich ohne Riegel. Vom Zimmer aus der perfekte Blick auf die sich entleerende Person- für mich sowas von ein No-Go






Donnerstag, 20. August 2015

Die Autoaktion


Lang, lang ist's her, dass ich mich hier hab sehen lassen. Dafür komme ich mit ein paar schönen Fotos vom MiniHeld wieder.
Es waren Bilder für meine Fotoaktion Juli/August - Ich und mein Auto. Das tolle Mobel hatte ich Weihnachten vom PapaHeld geschenkt bekommen, plus Ledermützchen und Brille - einfach perfekt für sowas. Da die Aktion gut ankam und der Sommer noch etwas da bleiben soll, werde ich wohl im September weiterhin solche Bilder anbieten. Glaube, da kann man nichts mit falsch machen. 
MiniHeld selbst hatte an dem Tag keine große Lust auf Fotos, vor allem nicht mit dem Auto, weswegen es nicht wirklich viele oder großartige geworden sind. Aber ich mag sie trotzdem!
Nun hier die Fotos...







Sonntag, 3. Mai 2015

Der Wickeltisch

Man kann sich streiten, ob man einen braucht oder nicht. Ich persönlich fand ihn hilfreich, vor allem nach dem Baden zum trocknen, eincremen und zum an/- und umziehen. Aber wir wären auch gut ohne ausgekommen und hätten uns auf gegebenen Flächen ausbreiten können. So habe ich schon gesehen, dass Eltern ein kleines Körbchen mit ein paar Windeln und Feuchtetüchern neben dem Bett stehen hatten und dort die Bux wechselten. Aber nach dem wir einen gepimpten Wickeltisch hatten, der genug Platzt für wirklich alles bot, wollte ich nichts anderes mehr. Auch ist es praktisch, dass man den Heißstrahler auf richtiger Höhe an der Wand montieren oder neben den Tisch stellen kann. So muss man sich in der kühleren Jahreszeit oder vor allem nach dem Baden keine Sorgen um Babygänsehaut machen.
 
 

 

Donnerstag, 12. März 2015

Du und ich, so nahe....

Das ich Stillen wollte war mir von Anfang an klar. Hatte mir auch nie Gedanken drum gemacht, ob es klappt oder nicht, es war einfach natürlich für mich. Vielleicht klappte es deswegen von der ersten Sekunde an so gut - bei mir jeden Falls, beim MiniHeld war es etwas träge am Anfang.
Wie ihr merkt, wird das ein Post über die Stillbeziehung vom MiniHelden und mir. Ich möchte das Thema nur anschneiden, da es mir momentan so viel durch den Kopf geht (vielleicht weil der Bub bald zwei Jahre alt wird!?) und ich einfach finde, dass es ein erwähnenswertes Thema ist. Es war eine wundervolle Zeit. Ich traure ihr wirklich bitterlich hinterher. Es durchbohrt mir wahrlich das Herz und sticht immer wieder nach, wenn ich daran zurückdenke und mir immer wieder aufs Neue klar wird, dass es vorbei ist und nicht mehr wiederkommen wird. Aber ich will es nicht nur schön reden, es war auch anstrengend und oft einfach nur ätzend und Kräfte raubend....ja, ihr habt richtig gelesen - ätzend! Aber alles nach dem anderen. 
Der Bub kam dreieinhalb Wochen zu früh, daher arbeitete seine Leber noch nicht richtig mit und sein Bilirubinwert im Blut war zu hoch (Neugeborenengelbsucht). Wir blieben nach der Geburt eine Woche im Krankenhaus und einen Tag davon musste ich ihn komplett abgeben. Er wurde unter einer speziellen Lampe bestahlt, was die Leber anregend und vor allem unterstützen sollte. Es half auch. Aber dieser eine Tag war sehr sehr schwer für mich. Auch wenn ich ihn alle zwei Stunden gebracht bekommen habe, damit ich ihn stillen konnte, tat es unheimlich weh mein neues, wundervolles Glück nicht die ganze Zeit betrachten zu können. Stillen oder überhaupt nur ein bisschen Nuckeln wollte er zu dem Zeitpunkt überhaupt gar nicht. Er war durch die Neugeborenengelbsucht einfach zu müde zum Trinken und wollte die ganze Zeit schlafen. Doch wie gesagt, die Bestrahlung mit der Lampe half, er wurde immer fitter und trank bald genug und nahm ordenltich zu. Mein kleines B obenrum wurde auf einmal ein ordentliches...mh...ja...welche Größe war es dann? Sie waren einfach riesig! Ich hatte einen starken Milcheinschuß, es tat richtig weh. Nachts lief ich aus und durchnässte völlig das Krankenhausbett. Durch die Kälte wachte ich auf und musste mich öfters umziehen. Das wenige Trinken entleerte dazu den kräftigen Einschuss nicht und ich musste abpumpen, wenigstens so viel, dass es nicht mehr schmerzte. Trotzdem sahen die beiden vor mir noch zum platzen aus. Es wurde aber besser. Nachdem MiniHeld endlich bei mir trank, gewöhnte sich mein Körper an die gewünschte Menge. Nur das "Nachregulieren" wenn er im Wachstumsschub war und plötzlich mehr verlangte, war etwas heikel. Ich lief wieder aus und es spante schnell und schmerzte ab und an ziemlich. In der Zeit hatte ich doch vor einen Milchstau Angst, aber so weit kam es zum Glück nie.
Es war ein angenehmes Gefühl, wenn er trank. Da vor allem in den ersten paar Monaten die Brust andauernt voll war und es mich sehr erleichterte. Doch die Nähe zu meinem Kind war einfach unglaublich. Ich kann diese Momente der Verbundenheit gar nicht beschreiben. Er hatte ein tiefes Verlangen. Weinte weil er sich noch nicht so wohl in dieser neuen Welt fühlte und ich konnte ihm helfen. Ja, ich! Ich darf jetzt egoistisch und ein bisschen selbstverliebt sein und das Wort "Ich" ganz oft benutzen. Denn ICH war es, die ihm Geborgenheit, Nähe, Wärme, Trost, Liebe und natürlich wertvolle Nahrung geben konnte. Ja, wir Mütter dürfen stolz darauf sein! Oft lief mir eine Träne, während er an meinen Körper gekuschelt bei mir lag und seinen Durst löschte oder einfach selbst die Nähe genoss. Und es laufen mir noch heute die Tränen wenn ich daran zurückdenke. Davon habe ich meinem Freund noch gar nicht wirklich erzählt, da ich nicht weiß, ob er meine Gefühle verstehen kann. Mein tiefen Wunsch, genau das nochmal mit meinem Sohn erleben zu können. 
....ja, doch leider gab es auch oft diese ätzende Momente. Wie zum Beispiel, als er mit ca. sechs Monaten nur eine Brust bevorzugte. Die andere wurde nicht angerührt! So bald ich ihn auf den linken Arm nahm, schrie er wie wild los und beruhigte sich nicht mehr, bis ich ihn auf die andere Seite nahm und er an die rechte Brust kam. Manchmal bemerkte er den Seitenwechsel nicht und schrie sich richtig ein, dockte dann auch nicht mehr an seine bevorzugte Seite an. Natürlich füllte die linke sich trotzdem, wurde nicht geleert, war leicht gerötet und hart und wollte einfach nur platzen! Ich musste wieder abpumpen, ausstreichen half nicht. Dafür war meine Produktion einfach zu hoch. Diese war auch während "normale" Stillverhältnisse total krass, so dass MiniHeld sie nie leer trinken konnte und ich einfach immer einen wohlgefromten Busen hatte. So bald ich ein Baby schreien hörte, das war auch ein Nachteil, lief ich aus und dann leider nicht nur ein/zwei Tröpfchen. Ab und an steckte ich mir Waschlappen in den BH, die ich immer in der Tasche mit dabei hatte. Schaute ich mein Baby nur an oder redete über mein "MutterDaSein" verfärbte sich mein Shirt. Ahja, das mit nur eine Seite akzeptieren regulierte sich nach einer Woche wieder, kam aber später wieder und wieder. Glaube insgesamt drei Mal. Immer eine andere Seite. Die Gefühle währenddessen kann ich gar nicht erklären. Ich war einfach geschafft, da die eine Brust platze und auslief, aber nicht angenommen wurde. Obwohl sie so schmerzte und einfach nur geleert werden musste. Die andere wurde gierig leer getrunken. Trotzdem wurde weiter an ihr genukelt, was ebenfalls schmerzte und nach einiger Zeit einfach unangenehm war. Doch anderes beruhigte er sich nicht. Also, was sollte man anderes machen, als diese fast unerträgliche Unangenehmlichkeit über sich ergehen zu lassen? Mütter wollen ja nur das Beste für ihre Kinder. Pech nur, wenn er noch Hunger hatte, aber nicht mehr kam. In der zeit akzeptierte er auch die abgepumpte Milch aus der Flasche nicht. Was hieß, ich hatte ein schreiendes Baby, bis sich seine LieblingsSeite wieder etwas gefüllt hatte.
Die Abhänglichkeit während der Stillzeit muss ich ja nicht erwähnen? Klar, das Baby braucht die Mutterbrust um in erster Linie seinen Durst zu stillen. Aber anderes rum braucht die Mutter das Baby ebenso. Denn die Brust leert sich nicht von alleine (nicht so, wie sie es auf jeden Fall braucht). Ich fotografierte zwei Monate nach der Geburt eine Hochzeit, den ganzen Tag. Ein Glück akzeptierte der Bub die abgepumpte Milch aus der Flasche, das Problem war schon Mal gelöst und er genoß den Tag mit Papa und meinen Schwiegerelter. Doch ich musste mich immer wieder beim Brautpaar entschuldigen und mich dem wortwörtlichen Druck hingeben - auf irgendwelchen (manchmal) unschönen Toiletten. Also schleppte ich nicht nur die tonnenschwere Fotoausrüstung mit, sondern auch die Abpumpstation, die nicht gerade wenig Platz in der Tasche einnahm. Als Hochzeitsfotografin durfte ich auch die wichtigen Momente nicht verpassen und so blieb ich und erledigte meinen Job, obwohl ich unter der Strickjacke merkte, wie mein BH sich nässte - peinlich. Zum Glück blieb es unbemerkt. Jetzt sehe ich es als normal an und lächle drüber, aber wäre es an dem Abend jemanden aufgefallen und er hätte drüber geschmunzelt, wäre ich im Boden versunken. ABER es ist etwas der menschlichsten und normalsten Dinge dieser Welt! Eine Mutter stillt, die Brust füllt sich und ab und an kann diese auch das Shirt eines sehr schnell peinlich berührten Mädchens durchnässen. Was wirklich NORMAL und NICHT peinlich sein sollte.
Ich könnte noch so viel über diese Zeit sprechen, aber ich komme nun zum Schluss. Denn mit achtzehn Monaten bekam der MiniHeld die Maul- und Klauenseuche (zum Glück "nur" mit ein paar Pusteln im Mundraum) und das Trinken fiel ihm mehr als schwer. Es tat ihm fürchtbar weh und er ließ es deswegen auch bleiben. Ab und an konnte er aus einem Glas trinken, aber in dieser Zeit gewöhnte er sich die Brust ab und stillte sich so selber ab. Ich bin zwar froh, dass das Abstillen so kein großes Thema wurde. Wovon ich aber auch der Meinung bin, dass es so wieso nicht gewesen wäre, da ich ihn selbst hätte entscheiden lassen, wann er genug hat. Zu der Zeit aß er auch schon mit uns am Tisch und holte sich nur Abends an der Brust nach, was er am Tag nicht hatte über die "normale" Nahrung aufnehmen können. Wäre also auch nicht mehr lange so gewesen und er hätte auch das von selbst nicht mehr gewollt. Auf jeden Fall kam mir es nur zu recht, da ich mich bei ihm ansteckte und als er langsam besser drauf war und fast schon wieder gesund wurde, brannten mir die Brustwarzen. Ich hätte ihn gar nicht wieder dran lassen können - es waren Höllen Schmerzen!
Naja, alle zwei/drei Tage wollte er Abends noch einmal dran. Das war aber ok, da es mir schnell wieder besser ging b.z.w. meinen Brustwarzen. Aber das war dann auch kein wirkliches Trinken mehr, es war die Nähe zum Einschlafen die er wollte. Leider war es dann damit nach ca. drei Wochen auch vorbei...
...und wisst wir was mir noch Salz in die Wunde streut? Ich habe kein einziges Foto vom Stillen. Keines von Weitem, mit meinem Rücken, eines wo man es nur erahnen könnte. Kein einziges. Und das als Fotografin, die alles auf Bilder festhalten will. Ah, dieses Salz, es brennt so...

Nach dem Baden. Er macht mit seiner Puppe alles, was wir auch mit ihm machen - so auch das Stillen und vor allem das "Liebham", wie er es nennt ;)